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Der Schatzgräberbrunnen ist dieses Jahr 100 Jahre alt

Der Schatzgräberbrunnen ist dieses Jahr 100 Jahre alt

Dieser Brunnen ist für die Margarethenhöhe ein Wahrzeichen, wie für Kopenhagen die kleine Meerjungfrau oder für Brüssel das „Maneken Piss“. Jahrzehntelang war der Brunnen Be-standteil des Briefkopfes des Schützen- und Heimatvereins auf der Höhe, gegründet 1954, aufgelöst 2009.

Am 20. Juli 1912 wurde der von Pro-fessor Enseling geschaffene Brunnen eingeweiht. Er war von der Stadt Essen als Dank für die Stiftung der Margarethenhöhe auf dem Kleinen Markt errichtet worden.

Er trägt in der Runde den Spruch:

„Grabt Schätze nicht mit Spaten, sucht sie in edlen Taten.“

Dieser Spruch bezieht sich einmal auf die Sommerburgsage oder auch Schatzgräbersage , die hierzulande mündlich überliefert ist, zum anderen aber soll er daran erinnern, dass es eine edle Tat war von Frau Margarethe Krupp, der Stadt Essen und ihren Bürgern die Siedlung Margarethenhöhe zu stiften.

Der Spruch hat aber ganz gewiss eine zeitlose Bedeutung, wenn auch die echten Schatzsucher mit Spaten seltener geworden sind.

Damit ist ebenfalls das Vermächtnis der Stifterin gemeint, dass diese Siedlung mit ihren freundlichen Blumengärten stets für eine friedvolle und harmonische Nachbarschaft Sorge trägt, denn wer kann schon ernsthaft einem Nachbarn böse sein, der in seinem Garten ebenso schöne Blumen pflegt wie man selber. Das fördert das nette Gespräch über den Zaun, wenn es denn überhaupt einen Zaun gibt.

Dazu fällt mir eine selbst erlebte Anek-dote ein, die jetzt einige Jahre zurückliegt: „Ein Postzusteller konnte im Haus Nr. 17 ein Paket nicht abgeben, weil niemand zu Hause war. Er fragte mich, ob ich so nett wäre, es anzunehmen, ich wohne im Haus Nr. 7. Gerne wollte ich helfen, was er mit den Worten kommentierte: „Das ist das Schöne hier auf der Höhe, dass jeder Nachbar bereit ist, dem anderen behilflich zu sein. Versuchen Sie das mal in einem mehrstöckigen Wohnhaus, da nimmt nicht einmal der Nachbar etwas an, der unmittelbar nebenan wohnt.“

Genau das, meine ich, ist es, was so viele Menschen jahrzehntelang hier unter Leben und Wohnen verstanden, wo sich Nachbarn schon deshalb beim Vornamen nannten, weil sie schon als Kinder im Garten oder vor der Tür miteinander gespielt hatten.

Genau diese harmonische Gemeinschaft zwischen den Nachbarn und mit ihrer Mieterverwaltung ist es, was von Margarethe Krupp geplant war, was im Grunde das ist, was als Denkmal geschützt werden muss, nicht nur die Fassaden, an denen der Zahn der Zeit nagt.

 
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