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Bürgerfest zum 100-Jährigen der Margarethenhöhe

Bürgerfest zum 100-Jährigen der Margarethenhöhe

Rüttenscheid, 10.07.2011, Jessica Hellmann

Der Marktplatz auf der Margarethenhöhe war das gesellige Zentrum des Stadtteils beim Bürgerfest zum 100-Jährigen.

Vor 100 Jahren kamen die ersten Siedler auf die Mararethehöhe. Zum Geburtstag organisierte die Bürgerschaft ein Fest auf dem Markt. Für Unterhaltung sorgte der „Seemannschor Essen“.

„Unser Markt ist wie ein kleines Wohnzimmer”, sagt Rixa Gräfin von Schmettow und schaut stolz auf den prall gefüllten Platz rund um den Schatzgräberbrunnen auf der Margarethenhöhe.

„Hier treffen sich Nachbarn und alte Bekannte, um mal in Ruhe miteinander zu plaudern.“ Auch kleine Schauer konnten die Gäste am Wochenende davon nicht abhalten. Auf dem Bürgerfest – 100 Jahre nach Einzug der ersten Bewohner – war die Stimmung bestens. „Schön ist auch, dass Eltern keine Angst haben, ihre Kinder hier draußen rumtollen zu lassen“, meint von Schmettow, Ehrenvorsitzende der Bürgerschaft. „Das Angebot für die Kleinen ist uns besonders wichtig.“

85 Familien kamen 1911 auf die Margarethenhöhe

Da ließen sich junge Besucher wie Jenny (8) nicht lange bitten und nutzten die Gelegenheit, um sich richtig auszutoben. „Ich möchte ein Tiger sein“, ruft sie, als sie sich an den Kinderschminktisch setzt und sich durch die zerzausten Haare fährt. „Auf dem Karussell war es ganz schön windig. Hat aber viel Spaß gemacht.“ In wenigen Minuten verwandelt sich Jenny in eine kleine Raubkatze, stürzt sich nach kurzem Blick in den Spiegel auf das Bungee-Trampolin.

Während sich die Jüngsten beim Hüpfen, Toben oder in der Spielecke amüsieren, haben die großen Besucher Zeit sich auszutauschen. Bei einem kühlen Bier, einem Longdrink von der Bar, Kuchen oder einer Bratwurst vom Monster-Grill, sprechen viele Bewohner über alte Zeiten und aktuelle Entwicklungen auf der Höhe. Schließlich steht das Bürgerfest 2011 im Zeichen eines besonderen Ereignisses: 1911 zogen die ersten 85 Familien auf die Margarethenhöhe. „Die soziale Bindung im Stadtteil ist groß. Schon die Gründerin der Siedlung, Margarethe Krupp, forderte die Anwohner zur guten Nachbarschaft auf“, erzählt von Schmettow. Heute noch ist die Gemeinschaft sehr stark.“ Dafür spreche auch die Fähigkeit der Margarethenhöher zur ständigen Kommunikation.

„Man trifft sich hier einfach. Auch Besucher aus anderen Stadtteilen schauen beim Fest vorbei. Vor allem Freunde oder ehemalige Bewohner der Siedlung.“ Auch wenn sich niemand mehr an die Anfänge erinnern kann – zahlreiche Gespräche drehen sich um wichtige Ereignisse und persönliche Erfahrungen.

Hintergrund

Die Siedlung erhalten

Die Bürgerschaft Margarethenhöhe wurde bereits 1950 gegründet. Der Vorläufer nannte sich „WIVEMA“ (Wirtschaftliche Vereinigung – Verkehrs- und Verschönerungsverein Essen-Margarethenhöhe) und bestand von 1920 bis 1946. Ziel der Bürgerschaft ist es, die Tradition der unter Denkmalschutz stehenden Siedlung zu erhalten, über die Stadtgrenzen hinaus bekannt zu machen und den Stadtteil mit Leben zu füllen.

Für Unterhaltung sorgte am Nachmittag zunächst der „Hafenchor Essen“, der mit Shanties, Seemanns- und Volkslieder das Publikum zum Mitsingen und Schunkeln brachte. Am Abend brachte die „Booze-Company“ mit Countryklängen Stimmung auf den Markt. „Wir wollten etwas für alle Generationen anbieten“, verrät die Ehrenvorsitzende der Bürgerschaft, die seit 1973 auf der Margarethenhöhe lebt und 16 Jahre lang Vorsitzende des Vereins war. „Außerdem können sich viele Leute bei lauter Rockmusik gar nicht mehr unterhalten. Eine musikalische Untermalung ist den meisten lieber.“

Großes Interesse fand die Tombola, die in diesem Jahr zum ersten Mal veranstaltet wurde. Unternehmer und Gewerbetreibende haben mehr als 1600 Preise zur Verfügung gestellt. Der Erlös wird für einen guten Zweck gespendet.

„Ein besonderer Dank geht vor allem an die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer“, sagt von Schmettow. Über den großen Zuspruch bei den Bürgern freut sich auch Jürgen Herbst, Vorsitzender der Bürgerschaft. „Das zeigt, welch starke Gemeinschaft wir sind.“

 

 
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