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Willkommen auf der Startseite

Künstlerkreis Margarethenhöhe

 

Marcus Freise und Manfred Raub leben und malen auf der Margarethenhöhe.

Gemeinsam mit damals insgesamt 15 Mitgliedern, gründeten sie im Oktober 1989 den "Kunstkreis in der Bürgerschaft Essen-Margarethenhöhe e.V." Im Laufe der Zeit sind so einige Kalender und viele Kunstpostkarten mit Margarethenhöhen-Motiven entstanden.
Seit 2000 sind sie Inhaber der Galerie "Atelier und Galerie am Laubenweg", Laubenweg 8. Dort arbeiten sie und stellen ihre Bilder aus. Hier finden auch Kinder-Kreativkurse und Ölmalkurse für Erwachsene statt.
 

Künstlerkreis
Margarethenhöhe e.V.

Laubenweg 8
 

 

Kontakt:
Markus Freise Tel.: 7101347

Manfred Raub Tel.: 714550
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Satzung der Bürgerschaft

Satzung - Inhaltsübersicht

 
§ 1 - GRUNDSÄTZLICHES
(1) Neue Vereinssatzung
(2) Rechtsfähigkeit des Vereins Sitz des Vereins
(3) Zweck des Vereins
(4) Gemeinnützigkeit des Vereins
(5) Dauer des Vereins
 
§ 2 - ERWERB DER MITGLIEDSCHAFT
(1) Allgemeines
(2) Beitritt
(3) Ablehnung der Beitrittserklärung
 
§ 3 - RECHTE UND PFLICHTEN DER MITGLIEDER
(1) Rechte der Mitglieder
(2) Pflichten der Mitglieder: Mitgliedsbeitrag
 
§ 4 - VERLUST DER MITGLIEDSCHAFT
(1) Allgemeines
(2) Austritt
(3) Ausschluss aus dem Verein
 
§ 5 - MITGLIEDERVERSAMMLUNG
(1) Wesen der Mitgliederversammlung
(2) Berufung der Mitgliederversammlung
(3) Aufgaben der Mitgliederversammlung
(4) Beschlussfassung der Mitgliederversammlung
(5) Außerordentliche Mitgliederversammlung
(6) Weitere Versammlung der Mitglieder
 
§ 6 - VORSTAND
(1) Mitglieder des Vorstandes
(2) Wahl des Vorstandes
(3) Vertretung des Vereins durch den Vorstand
(4) Geschäftsführung des Vorstandes
(5) Beschlussfassungen im Vorstand
 
§ 7 - SONSTIGE VEREINSORGANE
(1) Kassenprüfer
 
§ 8 - AUFLÖSUNG DES VEREINES
(1) Endigungsgründe
(2) Auflösung durch die Mitgliederversammlung
(3) Vereinsvermögen
 

SATZUNG

 

§ 1 - Grundsätzliches

(1) Änderung der Vereinssatzung vom 18. Oktober 2005

Die Vereinssatzung wird bei grundsätzlicher Beibehaltung der Struktur, des Zweckes und der Aufgaben des Vereins aus steuerlichen Gründen in einzelnen Absätzen neu formuliert.

(2) Rechtsfähigkeit des Vereins. Sitz des Vereins

Der Verein "Die Bürgerschaft" Essen- Margarethenhöhe e.V., Sitz Essen, wurde in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Essen unter der Nummer VR 1793 eingetragen und hat damit die Rechtsfähigkeit erlangt.

(3) Zweck des Vereins

Der Zweck des Vereins ist die Vertretung der allgemein den Stadtteil Margarethenhöhe betreffenden Interessen seiner Mitglieder und die Bewahrung der Besonderheit und des Charakters der seit 1987 denkmalgeschützten Margarethenhöhe. Darüber hinaus pflegt und fördert er Bürger- und Heimatsinn, Eintracht, Kultur und die Integration aller Mitbürger. Zur Verwirklichung des Vereinszweckes führt der Verein u. a. regelmäßig Veranstaltung verschiedenster Art durch.
(Beispiele: Musikveranstaltungen und Lesungen in Versammlungsräumen im Stadtteil bzw. im denkmal­geschützten Halbachhammer, Kulturveranstaltungen und Führungen ganzjährig und insbeson­dere am "Tag des offenen Denkmals" im Bereich Margarethenhöhe, Informationsveranstaltungen zu Themen und Fragen von Interesse für die Bürger der Margarethenhöhe)
Darüber hinaus ist der Verein zur Zusammenarbeit mit allen in diesem Stadtteil ansässigen Bürgern sowie mit den gewählten Vertretungen und zuständigen Verwaltungen bereit. Der Verein bekennt sich zu parteipolitischer und konfessioneller Neutralität.

(4) Gemeinnützigkeit des Vereins

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwandt werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

(5) Dauer des Vereins

Die Dauer des Vereins ist zeitlich nicht beschränkt
 

§ 2 - ERWERB DER MITGLIEDSCHAFT

(1) Allgemeines

Mitglied des Vereins kann jeder heute oder früher auf der Margarethenhöhe wohnende oder tätige Bürger werden. Die Aufnahme von Mitgliedern wird im Allgemeinen nicht von bestimm­ten Voraussetzungen abhängig gemacht.

(2) Beitritt

Die Mitgliedschaft im Verein ist freiwillig. Der Beitritt erfolgt durch eine schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand, der über die Aufnahme entscheidet. Die Zustimmung braucht dem Beitretenden gegenüber nicht ausdrücklich erklärt zu werden. Sie kann durch schlüssiges Verhalten erfolgen, das den Willen des Vorstandes, den Beitritt anzuerkennen, in anderer Weise deutlich werden lässt.

(3) Ablehnung der Beitrittserklärung

Ein Recht auf Aufnahme in den Verein besteht nicht. Wird der Ablehnung einer Beitrittserklärung schriftlich widersprochen, entscheidet die nächste Mitgliederversammlung endgültig.
 

§ 3 - RECHTE UND PFLICHTEN DER MITGLIEDER

(1) Rechte der Mitglieder

Aus der Mitgliedschaft ergeben sich Rechte auf Teilnahme an der Willensbildung des Vereins. Hierzu gehört vor allem das Recht auf Anwesenheit in der Mitgliederversammlung sowie - mit Eintritt der Volljährigkeit - das aktive und passive Wahlrecht hinsichtlich der Vereinsämter.

(2) Pflichten der Mitglieder: Mitgliedsbeitrag

Mit der Aufnahme in den Verein verpflichtet sich das Mitglied, den jährlichen Mitgliedsbeitrag zu zahlen und diesen bis zum 15. März bzw. den nächsten auf den 15. März folgenden Werktag, wenn der 15. März auf einen Sonn- oder feiertag fällt. Den Jahres­beitrag setzt die jährliche Mitgliederversammlung fest. Der Beitrag ist grundsätzlich für alle Mitglieder gleich bemessen.
Der Verein gewährt folgende Ausnahme: Jedes weitere Familienmitglied eines Haushalts zahlt die Hälfte des festgesetzten Jahresbeitrages. Es steht jedem Mitglied frei einen höhe­ren Beitrag zu leisten.
Mahngebühren werden bei Verzug der Betragszahlung um mehr als vier Wochen erhoben. Der Bürgerschaft e.V. in Rechnung gestellte Fremdkosten sind vom verursachenden Mitglied zu tragen.
Die der "Bürgerschaft e.V." durch die Bundesbank zugeteilte Gläubiger-Identifikationsnummer lautet: DE95ZZZ00000325 343.
 

§ 4 - VERLUST DER MITGLIEDSCHAFT

(1) Allgemeines

Die Mitgliedschaft endet mit dem Tod des Mitgliedes, seinem freiwilligen Austritt und - soweit zulässig - seinem Ausschluss aus dem Verein.

(2) Austritt

Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand und ist nur zum Schlusse eines jeden Geschäftsjahres wirksam. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

(3) Ausschluss aus dem Verein

Der Ausschluss eines Mitgliedes erfolgt durch den Vorstand bei vorsätzlichem Zuwiderhandeln gegen Bestimmungen der Satzung und gegen die Zwecke des Vereins oder Nichtzahlung des Beitrages. Der Ausschluss eines Mitgliedes kann auch von einem Zehntel der Mitglieder schriftlich beantragt werden.
Gegen den Ausschluss ist der Einspruch zulässig. Hierüber entscheidet die Mitglieder­versammlung mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder, Stimm­enthaltungen werden bei der Berechnung der Mehrheit nicht berücksichtigt.
 

§ 5 - MITGLIEDERVERSAMMLUNG

(1) Wesen der Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Vereins.

(2) Berufung der Mitgliederversammlung

Alljährlich findet eine ordentliche Mitgliederversammlung - möglichst bis zum 31. März jeden Jahres - statt. Die Einberufung der Mitgliederversammlung obliegt dem Vorstand. Sie erfolgt schriftlich unter Benennung der Tagesordnung vier Wochen vor dem angesetzten Termin. Anträge von Mitgliedern, die in der Mitgliederversammlung behandelt werden sollen, müssen spätestens zwei Wochen vor dem Termin der Mitgliederversammlung beim Vorstand schrift­lich eingegangen sein. Die geänderte Tagesordnung wird durch Bekanntmachung an den dafür vorgesehenen Stellen veröffentlicht. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand geleitet.

(3) Aufgaben der Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung setzt die Vereinsorgane ein und überwacht sie. Ihr obliegt die Wahl des Vorstandes. Die Mitgliederversammlung fasst die für die Vereinsarbeit maßgeben­den Beschlüsse. Die Mitgliederversammlung nimmt den Jahresbericht des Vorstandes und den Rechnungsbericht des Kassierers entgegen und entscheidet über die Entlastung.
Die Mitgliederversammlung bestellt jährlich zur Prüfung der Jahresrechnung zwei Kassen­prüfer.
Die Mitgliederversammlung setzt jährlich den Jahresbeitrag fest.

(4) Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit der Mehrheit der erschienenen und mit "Ja" oder "Nein" stimmenden Mitglieder. Zur Gültigkeit eines Beschlusses ist es erforderlich, dass sein Gegenstand bei der Einberufung der Mitgliederversammlung bezeichnet worden war. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Ein Mitglied ist nicht stimmberechtigt, wenn die Beschlussfassung die Vornahme eines Rechtsgeschäftes mit ihm selbst oder einen Rechtsstreit zwischen dem Verein und ihm betrifft:
Zur Änderung der Satzung des Vereins ist eine Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder erforderlich. Über die Beschlüsse der Versammlung ist ein Protokoll zu führen und vom Versammlungsleiter und Schriftführer zu unterzeichnen.

(5) Außerordentliche Mitgliederversammlung

Die außerordentliche Mitgliederversammlung ist vom Vorstand zu berufen, wenn das Inter­esse des Vereins oder die Lage der Geschäfte es erfordert. Sie ist ferner dann zu berufen, wenn der zehnte Teil der Mitglieder die Berufung schriftlich - unter Angabe des Zweckes und der Gründe - verlangt.
Bei außerordentlichen Mitgliederversammlungen finden die Satzungsbestimmunqen über Berufung und Beschlussfassung entsprechend Anwendung.

(6) Alljährlich findet mindestens eine weitere Versammlung der Mitglieder statt.

 

§ 6 - VORSTAND

(1) Mitglieder des Vorstandes

Der Vorstand besteht aus

a) dem Vorsitzenden und einem Stellvertreter,
b) dem Schriftführer,
c) dem Kassierer,
d) je einem stellvertretenden Schriftführer und Kassierer
e) und bis zu sieben Beisitzern.
 
Der Vorsitzende und sein Stellvertreter, der Schriftführer und sein Stellvertreter sowie der Kassierer und sein Stellvertreter bilden den Vorstand im Sinne des § 26 BGB.

(2) Wahl des Vorstandes

Die Wahl zum Vorstand erfolgt durch die Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren. Gewählt ist bei einer Wahl zwischen zwei oder mehreren Kandidaten derjenige, der die höchste Stimmenzahl auf sich vereinigt. Vereinigen bei einer Wahl zwischen zwei oder mehreren Kandidaten zwei oder mehrere Kandidaten eine gleiche Zahl von Stimmen auf sich, so wird eine Stichwahl erforderlich.
Ist bei einer Wahl nur ein Kandidat nominiert worden, so bedarf es zur Wahl der absoluten Mehrheit der Anwesenden. Erreicht er diese Mehrheit nicht, hat ein erneuter Wahlgang stattzufinden, für den weitere Vorschläge gemacht werden können. Steht für die folgenden Wahlgänge nur ein Kandidat zur Wahl, bedarf es nur der Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
Bei Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes vor Ablauf der Amtsdauer übernimmt für den Rest der Zeit - soweit ein solcher vorhanden ist - dessen Stellvertreter oder einer der Beisitzer die freigewordene Aufgabe.

(3) Vertretung des Vereins durch den Vorstand

Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich
Bei der Abgabe von rechtswirksamen Willenserklärungen gegenüber Dritten müssen min­destens zwei der in § 6 Abs. (1) von a) bis d) genannten Vorstandsmitglieder zusammen­wirken. Hierbei ist ein alleiniges Zusammenwirken der unter d) genannten nicht möglich.
Die Abgabe der Willenserklärung durch mehrere Vorstandsmitglieder kann dadurch ersetzt werden, dass der Vorstand im Einzelfalle beschließt, ein Vorstandsmitglied zur Vornahme eines Rechtsgeschäftes zu bevollmächtigen. Diese Vollmacht wird in einer von der Mehrheit der Vorstandsmitglieder unterschriebenen Urkunde erteilt.

(4) Geschäftsführung des Vorstandes

Dem Vorstand obliegt die Geschäftsführung des Vereins.
Die Vorstandsmitglieder sind dem Verein gegenüber zur ordnungsgemäßen Besorgung der ihnen obliegenden Angelegenheiten verpflichtet. Sie sind an Beschlüsse der Mitglieder­versammlung gebunden.
Für Aufwendungen, die den Umständen nach erforderlich sind, können die Mitglieder des Vorstandes Ersatz verlangen. Ein Anspruch auf Vergütung für ihre Tätigkeit steht ihnen nicht zu.

(5) Beschlussfassungen im Vorstand

Der Vorstand hält seine Sitzungen nach Bedarf ab oder wenn es fünf Vorstandsmitglieder beantragen.
Im Regelfall werden die Sitzungen vom Vorsitzenden geleitet. Der Vorstand ist beschluss­fähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder an der Beschlussfassung teilnimmt.
Beschlüsse werden nach der Mehrheit der Stimmen der ordnungsgemäß einberufenen Vorstandssitzung erschienenen und mit "Ja" oder "Nein" stimmenden Vorstandsmitglieder gefasst.
Bei Beschlüssen zu 6 Abs. 3 haben die Beisitzer nur beratende Funktion. Die Beschlüsse werden vom Schriftführer im Protokoll festgehalten. Nicht anwesende Vorstandsmitglieder sind über die wesentlichen Beschlüsse des Vorstandes zu informieren.
 

§ 7 - SONSTIGE VEREINSORGANE

(1) Kassenprüfer

Die Mitgliederversammlung überträgt alljährlich die Prüfung der Kassenführung zwei von ihr bestellten Kassenprüfern, die ihr dann über das Ergebnis der Prüfung zu berichten haben.
 

§ 8 - AUFLÖSUNG DES VEREINS

(1) Endigungsgründe

Der Verein endet mit dem Fortfall aller Mitglieder oder mit einem Auflösungsbeschluss der Mitgliederversammlung.

(2) Auflösung durch die Mitgliederversammlung

Die Auflösung durch die Mitgliederversammlung kann nur in einer zu diesem Zwecke berufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung erfolgen.
Die Auflösungsversammlung ist beschlussfähig, wenn die Hälfte der Mitglieder des Vereins anwesend sind. Ist diese Versammlung nicht beschlussfähig, so muss nach vier Wochen eine zweite Versammlung einberufen werden, die unbeschadet der Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig ist.
Der Auflösungsbeschluss erfolgt mit der Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder.

(3) Vereinsvermögen

Bei Auflösung des Vereins oder Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins zu gleichen Teilen an den Katholischen Kindergarten Margarethenhöhe, den Evangelischen Kindergarten Margarethenhöhe und die AWO-KITA gGmbH Kindertagesstätten Sommerburg zur ausschließlichen und unmittelbaren Verwendung für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke, sofern diese Institutionen zu diesem Zeitpunkt den erforderlichenrechtlichen Status erfüllen. Bei Wegfall einer oder mehrerer dieser Institutionen ist das Vermögen der/den verbleibenen Institution(en) zuzuführen.
 
 
 
Essen, 19. September 2013
 
 
Die Satzung wurde in der hier vorliegenden Form und in der Mitgliederversammlung vom 15.08.2013 so beschlossen und entspricht so den Forderungen der Finanzbehörden.
Mit Bescheid des Finanzamtes Essen Süd 112/5742/0239 vom 06.03.2013 erhielt der Verein die Berechtigung, Zuwendungsbestätigungen für Spenden auszustellen.

Geschichte der Bürgervereine

 

BÜRGERVEREINE AUF DER MARGARETHENHÖHE

 

80 Jahre Bürgervereine auf der Margarethenhöhe

 

- ab 1920 ,,Wirtschaftliche Vereinigung - Verkehrs- und Verschönerungsverein Essen-Margarethenhöhe“

- ab 1950 ,,Die Bürgerschaft“ Essen-Margarethenhöhe e.V.

 

Im Jahre 1911 zogen die ersten Mieter in die fertiggestellten Häuser des ersten Bauabschnitts der Margarethenhöhe. Zwei Jahre später, im Jahre 1913, waren es rund 1500 Menschen, die in rund 360 Wohnungen wohnten.

 

Die Vorläufer der Bürgervereine

Die ersten nachbarschaftlichen Beziehungen fanden ihren Ausdruck 1913 in der Gründung einer Vereinigung ,,Frohsinn auf der Höhe“, die sich um den Maler und Leiter des städtischen ,,Haus Heimat" Carl Hapke gebildet hatte. Überliefert sind aus dieser Zeit die ,,Hans Sachs-Spiele“ auf dem Kleinen Markt, ein Rezitationsabend mit den Arbeiterdichtern Heinrich Lersch und Christoph Wieprecht, sowie ein Karnevalsball im Februar 1914. Diese Ansätze eines gutnachbarschaftlichen Zusammenwachsens und die Bildung eines ,,Wir-Gefühls“ konnten nach dem Ausbruch des I. Weltkrieges nicht weiter wachsen.

 

Gründung des 1. Bürgervereins der Margarethenhöhe

Nach der leidvollen Zeit des Krieges brach  ein starker Lebenswille bei den Menschen aus. So wurde auf der Margarethenhöhe im Jahre 1920 der erste Bürgerverein gegründet. Er nannte sich ,,Wirtschaftliche Vereinigung - Verkehrs- und Verschönerungsverein Essen-Margarethenhöhe“, kurz WIVEMA, und bestand bis 1946.

Gerade der dörfliche Charakter der neuen Siedlung Margarethenhöhe war die Basis für einen sich schnell entwickelnden Gemeinschaftssinn, der in diesem Bürgerverein seinen Ausdruck fand. Leider gibt es kaum noch schriftliche Zeugnisse über diesen Verein, da die Akten und Schriftstücke im II. Weltkrieg verschwanden oder beim Tod von Vorstandsmitgliedern der Haushaltsauflösung zum Opfer fielen. Bei der Darstellung hier sind wir weitgehend auf persönliche Erinnerungen älterer Bürger angewiesen.

Der erste und einzige Vorsitzende der WIVEMA von 1920 bis zur Auflösung des Vereins im Jahre 1946 war Oskar Heise (1873 - 1951). Er war Lehrer an der Eisenbahnfachschule.

Zum Vorstand im Jahre 1920 gehörten u.a. auch Herr Kohlwes als Kassierer und Herr Ehrenberg als Schriftführer. Es gab Obleute für bestimmte Straßenzüge, die dort auch die Beiträge kassierten.

Oskar Heise ging die Probleme und Nöte der Margarethenhöher mit viel Geschick und Fantasie an. In den sehr schlechten Jahren der Inflations- und französischen Besatzungszeit (1923-1925) organisierte er z.B. Heizmaterial und Lebensmittel. Er sorgte dafür, dass Leute bei den Bauern Barkhoff, Krampe und Wortberg rutenweise Kartoffeln auf dem Feld kaufen konnten, die sie dann selbst ausmachten und einkellerten.

Viele Feste wurden gemeinsam geplant und gefeiert. Es wird berichtet, dass es mehrfach geschah, dass man abends Tische und Stühle aus der Gaststätte auf den Marktplatz stellte und dort weiterfeierte. Einmal soll es erst zu Ende gewesen sein, als die Sonne am anderen Morgen aufging.

Es gab jährliche Blumenschmuckwettbewerbe und Spielfeste für die Kinder mit Umzügen über die Margarethenhöhe. Das eindrucksvollste dieser Feste, bei dem die schönsten Kostüme der Kinder prämiert wurden, und ein Spielnachmittag auf dem noch unbebautem Feld hinter Bauer Barkhoff (heute Straßen Zur Eibe und Im Stillen Winkel), fand wohl 1928 statt, denn viele erinnern sich noch daran.

 

Die Stifterin und ihre Margarethenhöhe

Da die Stifterin Margarethe Krupp noch lebte und rege persönliche Anteilnahme an der Entwicklung ihrer Stiftung zeigte, richtete sich der Dank und die Zuwendung der Margarethenhöher Bürger auch speziell an sie. Sie war sozusagen der lebendige Integrationsmittelpunkt. Ein besonderer Anlaß für die Präsentation aller Möglichkeiten der Bürger und Vereine der Margarethenhöhe war daher der 75. Geburtstag der Stifterin im Jahre 1929. Schon Wochen vorher wurde geplant und geprobt. Denn es gab eine Feier im Gustav-Adolf-Haus mit der MGV-Liedertafel (1. Vorsitzender Oskar Heise) und vielen Reden. Dann lief eine Stafette des TUSEM mit Fackeln zur Villa Hügel. Es fand auch ein Fackelzug durch die Straßen der Margarethenhöhe statt, der auf dem Markt endete, während die Ehrengäste im Gasthaus "Zur Margarethenhöhe" begrüßt wurden. Anschließend wurden im Scheinwerferlicht turnerische Darbietungen auf dem Markt gezeigt, gefolgt von einem Zapfenstreich. Die Jubilarin, Frau Margarethe Krupp, traf um 20.45 Uhr ein, um die Gratulationen entgegenzunehmen. Es hatte einen Aufruf der WIVEMA an die Bürger der Margarethenhöhe gegeben, ihre „Häuser zu illuminieren und sich zahlreich am Fackelzug zu beteiligen“. (Verkauf von Lampions und Fackeln bei Oskar Heise). Schon am Morgen waren Kinder der Oberklassen der kath. und evang. Volksschule an der Waldlehne mit dem Bus zur Villa Hügel gefahren und hatten Frau Margarethe Krupp ein Ständchen gebracht. Drei kleine Erstklässler, die mitgefahren waren, überreichten eine Mappe mit selbstgefertigten Zeichnungen von der Margarethenhöhe, wie sie diese sahen.

 

 

WIVEMA 1930 bis 1946WIWEMA

Am 2. Februar 1930 schien es, als wären fast alle erwachsenen Bürger der Margarethenhöhe auf dem Giebelplatz versammelt. Alte Fotos zeigen eine dicht gedrängte Menschenmenge bei der Einweihung und Enthüllung des Ehrenmales für die Gefallenen des 1. Weltkrieges. Die WIVEMA und viele Bürger hatten ihr Scherflein dazu beigetragen. Oskar Heise hielt eine eindrucksvolle Rede.

Auch die Plastik „Die Säerin“ auf dem Hauxplatz wurde von der WIVEMA initiiert und gestiftet. Der Künstler Joseph Enseling hat sie, wie auch den Schatzgräberbrunnen (1912) und die Plakette am Brückenkopf ( 1935), geschaffen. Die Einweihung und Enthüllung dieser Plastik, welche den Dank der Bürger an die 1931 verstorbene Stifterin ausdrücken sollte, fand am 31. Mai 1934 statt. Viele Bürger waren dabei und etliche Ehrengäste verliehen dem Festakt besonderen Glanz. Die Rede Oskar Heises wurde sogar in der Presse veröffentlicht.

In der Zeit des III. Reiches wurde die Arbeit der WIVEMA durch  Sonnenwendfeiern, Filmabende der Gaufilmstelle, Feiern zum 1. Mai oder Erntedankfesten usw. sowie durch die Aktivitäten der Hitlerjugend und des BDM immer mehr zurückgedrängt. Der Krieg brachte faktisch das Ende dieser Bürgervereinigung hier auf der Margarethenhöhe. Lediglich in der ,,BKB“ lebte sie noch weiter.

 

 

 

Die Gründung der Sterbekasse „BKB“

Denn eine besondere Tat der WIVEMA in den harten Jahren der Zeit nach dem 1. Weltkrieg war die Gründung einer Sterbekasse im Jahre 1922. Diese Sterbekasse ,,BKB - Begräbniskosten-Beihilfe Margarethenhöhe“ besteht heute noch. Sie wurde zunächst nur für Mitglieder der WIVEMA als Umlagekasse eingeführt, dass heißt, dass bei jedem Sterbefall eine Umlage erhoben wurde. Hiermit sollten die Mitglieder bei dem Todesfall eines Familienangehörigen vor einer ,,Verarmung" geschützt werden, wie es im Vorwort der Satzung heißt. Bei der fortschreitenden Inflation stellten sich auch Mitglieder für Trägerdienste bei Beerdigungen zur Verfügung. 1935 wurde die BKB aus versicherungstechnischen Gründen ein selbständiger Verein, der nur noch mit der WIVEMA einen gemeinsamen Vorstand hatte.

Am 6. September 1946 wurde der Verein WIVEMA aus dem Vereinsregister gelöscht, die BKB blieb weiter bestehen und ist heute mit rund 2000 Mitgliedern der älteste Verein auf der Margarethenhöhe.

 

Demokratische Arbeitsgemeinschaft Margarethenhöhe

Am Ende des II. Weltkrieges waren 62 Wohnungen auf der Margarethenhöhe unbeschädigt, fast die Hälfte aller Wohnungen war nicht mehr bewohnbar. Überall lagen Trümmer. Straßen und Versorgungsleitungen waren zerstört. Der Krieg hatte ein schweres Erbe hinterlassen.

Zu Beginn des Jahres 1946 rief Heinrich Verdong, Margarethenhöher und Mitglied der Stadtvertretung, alle Männer, denen das Wohl der Margarethenhöhe am Herzen lag, zu einer Besprechung zusammen. Es fanden sich ein: Die Vertreter der neuen Parteien CDU, SPD und KPD, die Pfarrer Dohmen und Reitz, Vorstands- und Aufsichtsratmitglieder der Margarethe Krupp-Stiftung, ferner  Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche, der sozialistischen und der Sportjugend, der Schulen, der Wohlfahrtsverbände, der Polizei und der Redakteur der Ruhrzeitung.

Bei diesem Treffen wies Herr Verdong darauf hin, dass die Zukunft hoffnungslos aussähe, wenn sich zur Beseitigung der Schuttberge nicht alle Hände regen würden. Alle Erschienenen waren ebenfalls dieser Meinung. So kam es zur Gründung der ,,Demokratischen Arbeitsgemeinschaft Margarethenhöhe“. Verantwortlich zeichneten neben Heinrich Verdong die Herren Schnabel (CDU), Daugsch (SPD) und Mistelski (KPD).

In einem Aufruf an die Bevölkerung wurde jedermann aufgerufen, mitzuhelfen beim dringend notwendigem Wegräumen der Schuttmassen und beim Putzen von noch verwertbaren Ziegelsteinen. Alle gemeinsam sollten und wollten die Trümmerlandschaft wieder zu einem bewohnbaren Ort machen. Dieser Appell an den Heimat- und Gemeinschaftssinn der Margarethenhöher Bürger fand eine große Resonanz.

Herr Verdong besorgte über einen Bekannten Feldbahngleise und Loren. Unzählige Bombentrichter wurden mit Trümmerschutt verfüllt, namentlich in der Sommerburg. Ein Waldtälchen an der Stensstraße wurde aufgefüllt und auch zwei kleine Steinbrüche im Nachtigallental. Die Margarethenhöhe, so wurde später in einer Bilanz festgestellt, war als erster Essener Stadtteil von Trümmern geräumt. Das war das Ergebnis einer einmaligen Aktion. Zum Ende des Jahres 1946 heißt es in einem Zwischenbericht: 18000 Kubikmeter Schuttmassen beseitigt; zu räumen sind noch 22000 Kubikmeter. 465000 Ziegelsteine wurden geputzt, 50 Kubikmeter Bauholz geborgen, 350 Kubikmeter Sand durchgesiebt.

 

Weitere Aktivitäten der Demokratischen Arbeitsgemeinschaft

Neben dieser vordringlichen Arbeit des Schutträumens wollte man eine geistige Erneuerung im Zusammenleben der Bürger erreichen. Ein Ausschuss nahm sich der Jugend an. Ein weiterer Ausschuss für Wohlfahrt und Fürsorge setzte sich aus dem Pfarrer Dohmen, Pastor Reitz und Heinrich Schellhoff zusammen. Um die Gedanken der Demokratischen Arbeitsgemeinschaft den Bewohnern der Margarethenhöhe nahe zubringen, wurde unter der Leitung der Herren Funke und Muhl ein Propagandaausschuss gebildet. Ein besonderer Ausschuss sollte sich mit kulturellen Angelegenheiten befassen. Es zeigte sich jedoch, dass bei der allgemeinen Notlage der Menschen die Zeit für solche Aktivitäten noch nicht gekommen war. Erst im Jahre 1947 konnte das erste Kinderschützenfest mit einem großen Umzug über die Margarethenhöhe gefeiert werden. Rund 1000 Kinder nahmen daran teil.

Da man in den folgenden Jahren den Kindern die gleiche Freude machen wollte, bildete sich  ein Kreis von Frauen und Männern, die sich für die Durchführung dieses Vorhabens zur Verfügung stellten und sich unter dem Vorsitz von Herrn Schnabel den Namen ,,Verein für Ferienspiele auf der Margarethenhöhe" zulegte.

 

Gründung des Vereins „Die Bürgerschaft“ Essen-Margarethenhöhe

Dann kam der Plan auf, einen Schützenverein zu gründen. Heinrich Verdong vertrat jedoch die Meinung, man müsse alle Bürger ansprechen. Das könne man aber nur durch die Schaffung einer Plattform, wo alle Ziele zu ihrem Recht kämen, dazu eine strikte parteipolitische und konfessionelle Neutralität.

So kam es, dass in einer öffentlichen Versammlung, die von Friedrich Quint vom Bürgerausschuss geleitet wurde, am 21. Juli 1950 ,,Die Bürgerschaft“ Essen- Margarethenhöhe e.V. gegründet wurde. Von 148 anwesenden Personen trugen sich sofort 100 Personen als Mitglied ein.

Die aus der Not geborene Demokratische Arbeitsgemeinschaft war so zum Bindeglied zwischen dem alten Bürgerverein WIVEMA und dem neuen Bürgerverein ,,Die Bürgerschaft“ auf der Margarethenhöhe geworden. Zum Vorsitzenden wurde der Verleger Jacob Funke und zu seinem Vertreter Gustav Bachert gewählt. Schriftführer wurde Rektor Gotthardt. Beisitzer wurden die Herren Engels, Edelmeier, Freimuth, Jeske, Quint, Rigol, Hans van Treeck und die Frauen Dwilat und Vogt.

Bei der im Herbst stattfindenden Jahreshauptversammlung trat Jacob Funke zurück. An seine Stelle wurde Direktor Alfred Bührmann, Mitglied des Aufsichtsrates der Margarethe Krupp-Stiftung, gewählt. Herr Lütkemeier wurde zum Kassierer gewählt.

Der Verein ,,Die Bürgerschaft“ setzte sich als Aufgabe: Förderung aller Belange der Margarethenhöhe, Pflege des Heimatsinns, der Eintracht und der Geselligkeit.

 

Veranstaltungen und Aktivitäten des neuen Bürgervereins

Der Verein für Ferienspiele mit Herrn Schnabel, Frau Dwilat, Frau Weber, Frau Vogt und anderen, die sich schon 1947 um die Jugend gekümmert hatten, wurde nun in den Vorstand der Bürgerschaft integriert. Ihre Aufgabe war von nun an die Durchführung von Kinderschützenfesten und Martinszügen.

Da man in jener Zeit nicht an ein Verreisen in den Ferien oder im Urlaub denken konnte, veranstaltete die Bürgerschaft weiterhin Ferienspiele. Sie fanden an jedem Mittwochnachmittag auf dem Sportplatz statt. Dabei gab es für die Kinder gespendete Süßigkeiten und Getränke. Am Ferienende fand ein grosses Kinderschützenfest statt.

Die Ferienspiele wurden später von der Stadtranderholung der Stadt Essen abgelöst.

Einige Jahre lang gab es auch einen Kirmesbetrieb auf dem Kleinen Markt. Aber wegen der Lärmbelästigung für die Anwohner fand diese Attraktion keine Fortsetzung.

Um die jährlich stattfindende Altenfeier, den Hausfrauennachmittag und den Bürgerball in der Gaststätte „Zur Margarethenhöhe“ kümmerte sich der Kulturausschuß.

Auch die Planung der Sommerfeste bei „Bauer Barkhoff“ gehörte zu seinen Aufgaben. Alfred Engels und Friedrich Quint gehörten diesem Ausschuß an, der sich später Vergnügungsausschuß nannte oder einfach Arbeitsausschuß.

Lange Jahre wurde auch eine Paketaktion durchgeführt. Dabei erhielten bedürftige Mitglieder und Mitglieder, die in Altenheimen wohnten, Pakete mit Kuchen, Gebäck und Süßigkeiten.

Im Jahre 1952 rief der Verein einen freiwilligen Waldschutz ins Leben. Die Mitglieder trugen eine grüne Armbinde mit dem Aufdruck ,,Waldschutz“ und einem Stempel der Bürgerschaft. An schönen Sonntagen patrouillierten sie durch den Wald und machten Spaziergänger auf ein eventuelles Fehlverhalten aufmerksam. Der Wald wurde damals sehr  stark zur Naherholung genutzt, denn ein Auto besaßen die wenigsten. So wurden z.B. am Pfingstsonntag 1952 im Nachtigallental laut Hochrechnung etwa 8.000 - 10.000 Spaziergänger gezählt.

Hatte die Bürgerschaft zu Beginn 100 Mitglieder und sah es zunächst auch so aus, dass keine Resonanz vorhanden war, stieg die Mitgliederzahl 1952 auf 1114 und erreichte 1955 die Zahl von 1500 Mitgliedern.

 

Die Zeitschrift ,,Die Bürgerschaft“Kopf der Bürgerschaftszeitung

Am 23. September 1950, zwei Monate nach der Gründung des Vereins, erschien das erste Mitteilungsblatt mit dem Kopftitel ,,Die Bürgerschaft“. Zunächst war Rektor Gotthardt Schriftleiter, dann Martin Freimuth. Es erschien monatlich bis zur Nummer 59 im Jahre 1956. Dann übernahm der Essener Stadt-Anzeiger die Herausgabe und brachte die Zeitung mit dem gleichen Titel ,,Die Bürgerschaft“, wobei die ersten beiden Seiten Nachrichten für die Bewohner der Margarethenhöhe enthielten. (Erschienen alle 14 Tage) Die Schriftleitung hatte Albert Schierholz. Als später der Verlag aufgab, hatte auch die Ausgabe ,,Die Bürgerschaft" ihr Ende gefunden.

 

Das fünfzigjährige Stiftungsjubiläum

Vom 2. bis zum 19. September 1956 feierte die Margarethenhöhe ihr fünfzigjähriges Bestehen. Zum ersten Mal taten sich die drei großen Vereine zusammen: Die Bürgerschaft, der Bürgerschützenverein und der TUSEM bildeten einen Festausschuss. Hinzu kamen noch je ein Vertreter des Bürgerausschusses (Vorläufer der Bezirksvertretung), der Margarethe Krupp-Stiftung und die Rektoren der ev. und kath. Volksschule.

Die Festtage begannen mit der Enthüllung einer Gedenktafel für die Opfer des 2. Weltkrieges am Ehrenmal auf dem Giebelplatz. Hierfür hatten die Vorstandsmitglieder der Bürgerschaft straßenweise Spenden gesammelt. Die Gestaltung dieser Gedenktafel hatte Fried Theissen, ein Künstler der Margarethenhöhe übernommen.

Höhepunkte des Jubiläums waren der Besuch des Bundespräsidenten Dr. Theodor Heuss am 5. September, der Vortrag des Familienministers Dr. Würmeling und der Besuch Königin Friederikes von Griechenland am 19. September.

Mehr nachbarschaftlich familiär ging es zu bei einem Bürgerball und beim Hausfrauennachmittag mit Varietee-Programm. Die Programme des TUSEM und der Schützen, z.B. ein großer Schützenfestzug mit historischen Kostümen und das großartige Kinderschützenfest der Bürgerschaft begeisterten die Menschen der Margarethenhöhe. Keiner, der es erlebt hat, wird das farbenfrohe Bild der kostümierten Kinder vergessen.

Am Lührmannwald, Ecke Sommerburgstraße hatte man neben einem Kirmesbetrieb ein großes Festzelt aufgebaut.

 

Die Entwicklung. des Vereins ab 1957

Im Jahre 1959 wurde der frühere Bürgermeister Rudolf Kohlhoff Vorsitzender des Vereins. Wenn auch im Jahre 1957 die Zeitung ,,Die Bürgerschaft“ schrieb: „Die Verkehrszukunft hat schon begonnen“, man meinte die zunehmende Mobilität der Menschen auf der Höhe, so fanden doch in den folgenden sechziger Jahren Kinderfeste und Martinszüge regen Zuspruch. Aber man konnte nicht mehr alle Straßen für die Umzüge benutzen. Schließlich fielen die Kinderschützenfeste gänzlich weg, der Martinszug musste verkürzt werden.

In den ganzen Jahren gab es noch eine Reihe anderer kultureller Veranstaltungen, wie Aufführungen von Laientheatern, Kirchenchören und Gesangvereinen, wie z.B. dem Schubertbund. Führungen durch den Wald wurden angeboten unter dem Motto ,,Rechts und links am Weg“ oder Führungen unter geschichtlicher Thematik. Es gab Vorträge und Fragestunden, so u.a. mit den Oberbürgermeistern Dr. Hans Toussaint und Wilhelm Nieswandt, mit dem Direktor der Margarethe Krupp-Stiftung Carl, den Ratsherren Verdong und Möller, mit Dr. Meisenburg, Leiter der VHS, mit Dr. Kreutzberger, Leiter des Hochbauamtes und mit Dr. Bechthold, Leiter der Kreisstelle für Natur- und Landschaftspflege. Zusammenfassend kann man sagen, dass bis in die siebziger Jahre aktive Menschen in der Bürgerschaft ehrenamtlich unermesslich viel zum Wohle der Bürger der Margarethenhöhe gearbeitet haben.

 

Niedergang und Neuanfang in den siebziger Jahren

In den laufenden siebziger Jahren verlor die Bürgerschaft als Folge des fortschreitenden Alters der Mitglieder des Vorstandes sowie wegen fehlenden Nachwuchses an Aktivität und Bedeutung. Hinzu kam noch, dass die in der Satzung festgeschriebene politische Neutralität nicht immer ganz eingehalten wurde.

Nach dem Tode des letzten Mitgliedes des geschäftsführenden Vorstandes, des Vorsitzenden Rudolf Kohlhoff, im Jahre 1976 musste 1977 ein Notvorstand unter Vorsitz von Heinz Hüneke bestellt werden. 1978 und 1980 wurde dann ein neuer Vorstand mit Herrn Müggenburg als Vorsitzendem gewählt. Aber die Arbeit kam nicht richtig in Gang. So kam es, dass im November 1981 ein neuer Vorstand kommissarisch die Leitung des Vereins übernahm.

 

Das 75-jährige Jubiläum  der Margarethe Krupp-Stiftung 1981

In diese Zeit fiel das 75jährige Bestehen der Margarethenhöhe. Einige Vorstandsmitglieder und Mitglieder sowie die Margarethe Krupp-Stiftung engagierten sich sehr stark in der Planung und Durchführung der Jubiläumsfeierlichkeiten 1981. Hier sind u.a. zu nennen Heinz Hüneke, Willi Schüssler, Heinz Breil und als Motor jener Tage Michael Gerhards.

Eine ganze Woche lang fügten sich die Aktivitäten vieler Gruppen der Margarethenhöhe zu einem bunten Reigen von Veranstaltungen. Dieser reichte von der Ehrung der Stifterin Margarethe Krupp mit einer Kranzaufhängung am Brückenkopf, über einen Dämmerschoppen, Aktionen der beiden Kirchengemeinden, der Schützen und der AWO bis zum Aufbau einer Klangstrasse. In einem Klassenraum des Schulpavillons hatte Hugo Rieth eine Bilderausstellung aufgebaut, und nebenan hatte die ,,Keramische Werkstatt Margarethenhöhe“ unter der Leitung von Helmut Gniesmer eine Ausstellung von Töpferwaren mit einer Töpferscheibe, an der gearbeitet wurde, eingerichtet und zeigte somit ihre Verbundenheit mit ihrem Entstehungs- und Herkunftsort. Theateraufführungen wie die ,,Sage von der Sommerburg“, geschrieben von Hugo Rieth, aufgeführt von der Katholischen Jugend auf dem Kleinen Markt oder die Tanzaufführungen des Tanzstudios Renate Blunk von der Margarethenhöhe gehörten ebenso zu den Glanzpunkten wie das Promenadenkonzert des Essener Philharmonischen Orchesters auf dem Marktplatz zur Eröffnung der Festwoche. Oberbürgermeister Horst Katzor hielt die Eröffnungs- und Festrede hielt. - Die Chance zum nachbarschaftlichen Kontakt war gewahrt geblieben. Trotz kleiner Planungspannen, da alles kurzfristig geschehen musste, wurde die Festwoche als Gemeinschaftsaktion vieler Gruppen der Margarethenhöhe ein voller Erfolg.

 

Neuer Vorstand, neue Satzung 1982 und neue Aktivitäten

Am 25. Februar 1982 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Dabei wurde die 1981 kommissarisch eingesetzte Gräfin von Schmettow in das Amt des Vorsitzenden gewählt. Auf den neuen Vorstand wartete viel Arbeit und die wurde auch sofort energisch angepackt. So musste zuerst die Mitgliederliste und das Beitragswesen aktualisiert werden.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 30. November 1982 genehmigte eine Neufassung der inzwischen überarbeiteten Satzung aus dem Jahre 1953. Dabei blieben die Ziele unangetastet. Die weiteren Paragraphen wurden den rechtlichen und zeitgemäßen Bedingungen angepasst.

Einen wesentlichen Anteil an dieser Neugestaltung hatte Stephan Mark, damals Studienanfänger des Faches Jura und bis 1992 Schriftführer der Bürgerschaft. Er sorgte dafür, dass die neue Satzung auch vereinsrechtlich hieb- und stichfest wurde.

In der Zeit davor war die Arbeit nicht gänzlich zum Erliegen gekommen. Schon 1978 hatten sich der Vorstand der Bürgerschaft, viele Bürger und Vertreter der Parteien in der Planung der Linienführung der neuen U-Bahn engagiert. So konnte man verhindern, dass in der Sommerburgstrasse die Übergänge Steile Straße und Metzendorfstraße gesperrt wurden. Das hätte eine Isolierung des westlich der Sommerburgstraße liegenden Teils der Margarethenhöhe zur Folge gehabt. Ebenso konnte die Verwendung von Wagen mit herausklappbaren Trittstufen durchgesetzt werden.

Nun aber, ab 1982, konnte der neue Vorstand in eine neue Planung gehen. Man hatte wieder festen Boden unter den Füßen. Es erschien die erste Mitgliederinformation, denn das Fehlen der früheren Zeitung ,,Die Bürgerschaft“ machte sich schmerzhaft bemerkbar. Geplant wurden Kulturveranstaltungen wie z.B. Konzerte, Ausstellungen und Theateraufführungen. Der erste Dämmerschoppen fand am STEAG-Heizwerk auf der Margarethenhöhe II statt. Man wollte die dortigen Mitbürger einbeziehen und mehr an die "alte Margarethenhöhe" heranführen. Es fand eine Kasperletheateraufführung in der Aula der Grundschule statt. Auf dem Kleinen Markt veranstaltete die Bürgerschaft gemeinsam mit dem Polizeisportverein das 2. Fahrradturnier für Kinder und Jugendliche der Margarethenhöhe im Rahmen der Verkehrserziehung.

 

1984  - fünfzigstes Todesjahr Georg Metzendorfs

Im Jahre 1984 gab es verschiedene Veranstaltungen anlässlich des 50. Todesjahres von Georg Metzendorf, der ab 1909 die Margarethenhöhe geplant und ab 1910 gebaut hatte. Für Kinder und Jugendliche veranstaltete die Bürgerschaft einen Fotowettbewerb. Darüber hinaus stellte sie in Verbindung mit der Margarethe Krupp-Stiftung Metzendorf'sche Baupläne und alte Fotos vom Bau der Höhe in den beiden Sparkassenzweigstellen sowie in der Filiale der Deutschen Bank aus.

Bei der Konzeption der Ausstellung „Kunst und Kulturimpuls in der Industrielandschaft“ im Folkwangmuseum der Stadt Essen wirkte die Bürgerschaft mit.

 

1985 - u.a. Gründung des Kunstkreises

Dass es etliche Künstler und Hobbykünstler auf der Margarethenhöhe gibt, zeigte sich im September 1985 in der von der Bürgerschaft veranstalteten Ausstellung ,,Portrait eines Stadtteils – Margarethenhöhe“ im Foyer des NRZ-Pressehauses in Essen. Gezeigt wurden gemalte und gezeichnete Motive der Margarethenhöhe. Danach taten sich einige der Aussteller zusammen  und bildeten um den Maler und Grafiker Fried Theissen den „Kunstkreis in der Bürgerschaft Margarethenhöhe“. Bewusst sahen sie sich als Mitglieder des Vereins ,,Die Bürgerschaft" und bekannten sich zu deren Zielen, und sie sahen sich auch in der Tradition der früheren Künstlerkolonie.

In diesem Jahr gestalteten übrigens zum ersten Mal Klassen der Grundschule die Abschlussfeier des Martinzuges auf dem kleinen Markt mit.

 

1986 - Jahr der Jubiläen

1986 war ein Jahr der Jubiläen:

80 Jahre Margarethe Krupp - Stiftung

75 Jahre wohnen auf der Margarethenhöhe

mit einer Talkshow von Hugo Rieth bei der Altenfeier und Kopien von alten Zeitungen als   Gedächtnisstütze, gestiftet von der WAZ

65 Jahre Chor der Katholischen Kirchengemeinde

60 Jahre TUSEM

60 Jahre Poststelle Margarethenhöhe

mit einer Ausstellung in der Poststelle, zusammengestellt von Hugo Rieth

50 Jahre Halbachhammer

30 Jahre selbständige Evangelische Kirchengemeinde

30 Jahre Evangelischer Kindergarten.

 

1987

Im Jahre 1987 hatten sich zwei Klassen der Alfred Krupp -Schule mit Hans Sachs
beschäftigt und als Laienspielgruppe kleine Stücke von ihm einstudiert. Auf Einladung der Bürgerschaft zeigten sie diese auf dem Kleinen Markt umrahmt von einem musikalischen Programm mit Musik jener Zeit.heimatgeschichtliche Beiträge.gif

Mitte Mai desselben Jahres erschien der erste Heimatgeschichtliche Beitrag Margarethenhöhe als Beilage zur Mitgliederinformationen der Bürgerschaft. Hugo Rieth schrieb diesen ersten Beitrag und begann mit „Alles was heute geschieht, ist morgen bereits Geschichte, und die Entwicklung für morgen und die Zukunft resultiert aus dieser Geschichte“. Ein denkwürdiger Satz.

 

1988 - erster Weihnachtsmarkt auf der Höhe

Im Jahre 1988 ließ die Bürgerschaft Kunstpostkarten mit Motiven der Margarethenhöhe herstellen. Mitglieder des Kunstkreises in der Bürgerschaft hatten die Zeichnungen dafür kostenlos zur Verfügung gestellt.

Am 3. Advent 1988 begann eine Tradition, die keiner hier mehr missen möchte. Die damalige Kassiererin der Bürgerschaft, Erika Herrle, hatte wiederholt vorgeschlagen, auf unserem schönen Marktplatz doch einen Weihnachtsmarkt zu veranstalten. 1988 wagte man diesen Schritt und ging das Projekt gemeinsam mit den beiden Kirchengemeinden, dem Margarethenhof, der Arbeiterwohlfahrt und einigen anderen Gruppen an. Inzwischen steuert man auf den 13. Weihnachtsmarkt zu. Die Zahl der teilnehmenden Gruppen hat sich vervielfacht. Es macht das besondere Flair dieses Weihnachtsmarktes aus, dass die teilnehmenden Gruppen nur von der Margarethenhöhe kommen und der Erlös sozialen Zwecken zugeführt wird. Die Besucher kommen von nah und fern. Seit 1989 findet dieser Weihnachtsmarkt immer am 1. Advent statt.

 

1989 - immer wieder neue Ideen

Die jährliche Altenfeier erhielt 1989 einen neuen attraktiven Programmpunkt, nämlich die alle zwei Jahre stattfindende Modenschau des Modehauses Margarethenhöhe. Ganz besonders beachtet werden dabei die Vorführdamen, denn es sind immer einige Damen des Treffpunktes Margarethenhof.

In den ganzen 80er Jahren veranstaltete die Bürgerschaft viele Ausstellungen, die hier nicht alle einzeln aufgeführt werden sollen. 1989 schuf der Kunstkreis in der Bürgerschaft den ersten Jahreskalender mit Motiven der Margarethenhöhe für das Jahr 1990. Fünf weitere Kalender folgten bisher, jeweils für die geraden Kalenderjahre. Sie wurden auf dem Weihnachtsmarkt und in den Geschäften angeboten.

Ebenfalls im laufenden Jahr 1989 wurde das äußere Bild der Häuser der Margarethenhöhe II (obere Margarethenhöhe) von der Margarethe Krupp-Stiftung neu gestaltet. Aus diesem Anlass feierte die Bürgerschaft im Septemberein Fest am STEAG-Heizwerk.

 

1990  und 1991  und 1992

Um Nachbarschaftsfeste anzuregen, veranstaltete die Bürgerschaft 1990 ihren jährlichen Dämmerschoppen zum ersten Mal als Nachbarschaftsfest, und zwar auf dem Giebelplatz.

Ein weiteres Ereignis war die Reaktivierung des Stadtverbandes der Bürger- und Verkehrsvereine Essen auf Anregung und mit Hilfe der Bürgerschaft Essen-Margarethenhöhe. 1994 übernahm die Vorsitzende der Bürgerschaft, Gräfin von Schmettow, auch den Vorsitz des Stadtverbandes, in welchem sie schon als stellvertretende Vorsitzende vier Jahre aktiv mitgewirkt hatte.

1991 begann der aktive Widerstand der Bürgerschaft gegen die geplante Sperrung des Nachtigallentales und damit gegen die Sperrung der direkten Verbindung nach Haarzopf und Fulerum.

1992 gab die Bürgerschaft einen kleinen Gedichtband mit dem Titel „Der Schatzgräber“ heraus. Er enthält viele Gedichte über die Margarethenhöhe, welche Hugo Rieth gesammelt hatte. Illustriert hat dieses Bändchen Bernhard Kohout, von dem auch die Kopfzeichnungen für die Plakate, die Mitgliederinformationen und die Heimatgeschichtlichen Beiträge stammen. (Das Gedichtbändchen ist gegenwärtig noch zu haben).

 

1993 - Tag des offenen Denkmals

Im Sommer 1993 erfuhr die Bürgerschaft durch Zufall, dass es einen „Tag des offenen Denkmals“ gibt. Weil nun die ,,alte“ Margarethenhöhe seit 1987 ein Denkmal ist, beschloss man, auch hier an diesem Tag, jeweils der 2. Sonntag im September, Veranstaltungen anzubieten. Seitdem sind die Führungen der Bürgerschaft an diesem Tage ein ständiger Teil im Gesamtprogramm der Stadt Essen.

Ebenfalls 1993 jährte sich der Geburtstag Georg Metzendorfs, des 1. Baumeisters der Margarethenhöhe zum 120. Male. Aus diesem Anlass schuf der Kunstkreis in der Bürgerschaft einen Kalender für das Jahr 1994 mit Bauzeichnungen von Metzendorf.

 

1995 - u.a. die  Attraktion "eine Dampfeisenbahn"

Als die neuen Häuser am Lührmannwald 1995 10 Jahre alt wurden, feierte die Bürgerschaft dieses Jubiläum mit einem Dämmerschoppen auf einem Parkplatz an der Sporthalle.

Der Weihnachtsmarkt erhielt eine neue Attraktion für Kinder und dampfeisenbahnbegeisterte Erwachsene. Familie Herbst stellte den Kontakt zu Herrn Opper her, der dann mit der größten Modell-Dampfeisenbahn Europas auf dem Kleinen Markt mit begeisterten Kindern seine Runden um den Brunnen fuhr. Hoffentlich kommt er mit seiner Bahn noch viele Jahre zu unserem Weihnachtsmarkt.

 

Das 90-jährige Bestehen der Margarethe Krupp-Stiftung 1996

Das Jahr 1996 brachte die Gründung des  Arbeitskreises in der Bürgerschaft 90 Jahre Margarethenhöhe
,,Allgemeine Belange der Margarethenhöhe“, der seitdem nicht mehr wegzudenken ist. Er unterstützt die aktive Arbeit des Vorstandes, die sich im Laufe der Zeit enorm gesteigert hatte. "Die Bürgerschaft" Essen-Margarethenhöhe eV. ist einer der größten und aktivsten Bürgervereine des Ruhrgebietes in Relation zu seinem Einzugsgebiet. Dies war das Ergebnis eines Projektes der Ruhrgebietsuniversitäten zur Erforschung der Bürgervereine, bei dem die Bürgerschaft sowohl bei der Vorbereitung der Befragung als auch bei der Durchführung beteiligt war.

 

Das wichtigste Ereignis des Jahres 1996, lange geplant und vorbereitet, war dann die Festwoche von 10 Tagen zum 90jährigen Bestehen der Margarethe Krupp-Stiftung. Gefeiert wurde vom 14. bis 23. Juni 1996. Alle Gruppen, Vereine und Organisationen der Margarethenhöhe machten bei einer vielfältigen und bunten Programmfolge mit.

Die Bürgerschaft fing an mit einem Dämmerschoppen, die Grundschule feierte ein großes Schulfest, der TUSEM veranstaltete das Sommerburgfest, ein Familien-Sport und Spielfest auf dem Sportplatz am Fibelweg. Es gab ein vielfältiges Programm auf dem Kleinen Markt mit dem Margarethenhof, verschiedenen Sportgruppen des Tusem, den Kindergärten, dem Bürgerschützenverein und der KG Knüppelhusaren. Die AWO veranstaltete ein großes Fest für Kinder und Erwachsene am STEAG-Heizwerk.

 

Der Naturschutzbund NABU sowie das Seniorenheim machten jeweils einen Tag der offenen Tür. Es wirkten an verschiedenen Tagen u.a. das Schönebecker Jugendblasorchester, das Bredeneyer Schulorchester, eine Squaredance-Gruppe, eine Inline-Skater-Gruppe mit. Es gab ein Rockkonzert und eine Feuerwehrübung, eine Führung durch das Nachtigallental unter dem Motto „Geschichte links und rechts am Wege!“, einen Festgottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde anlässlich ihres 40jährigen Jubiläums als selbständige Kirchengemeinde und eine Ausstellung ,,Die Margarethenhöhe in Wort und Bild“ im Seniorenheim. Alles unter der Federführung der Bürgerschaft.

An dieses Jubiläum erinnern heute nur noch sehr wenige Schaufensteraufkleber, die vom Kunstkreis gestaltet wurden. Viele Autofahrer zeigen ihre Verbundenheit mit der Margarethenhöhe durch die Autoaufkleber, die bei Festen der Bürgerschaft immer noch erhältlich sind. Auch die Briefkarten mit Bildern der Margarethenhöhe nach einem Kalender des Kunstkreises gibt es noch. Sie werden übrigens von der Bürgerschaft zu besonderen Geburtstagen ab 75 Jahre an die Mitglieder verschenkt.

 

50 Jahre Wochenmarkt 1997

Irgendwann in dieser Zeit tauchte die Frage auf, wie lange es schon den Wochenmarkt gäbe? Da sich herausstellte, dass der wöchentliche Markt im Jahre 1947 von Heinrich Verdong angeregt und durchgesetzt worden war, feierte die Bürgerschaft am 20. September 1997 das 50jährige Bestehen des Wochenmarktes auf dem Kleinen Markt mit Karussell und Kinder- spielen sowie kulinarischen Köstlichkeiten von den Markthändlern.

 

Die Ehrenmitglieder

Im selben Jahr 1997 wurde dem Vorstandsmitglied Hugo Rieth, der im Jahre 1954 in den Vorstand gewählt worden war und der sich seitdem immer wieder tatkräftig für die Ziele der Bürgerschaft eingesetzt hatte, anlässlich seines 75. Geburtstages in einer kleinen Feierstunde mit der Überreichung einer Urkunde die Ehrenmitgliedschaft in der Bürgerschaft übertragen.

Damit ist Hugo Rieth zur Zeit zwar das einzige Ehrenmitglied, aber durchaus nicht der erste in dieser Form Geehrte. Denn 1956 wurde Alfred Bührmann anlässlich seines Ausscheidens aus dem Vorstand zum Ehrenmitglied ernannt. Und als Hans van Treeck 1988 aus dem Vorstand ausschied, verlieh die Bürgerschaft ihm als Gründungsmitglied und als Vorstandsmitglied langer Jahre diesen Ehrentitel.

 

1998 - ein (fast) ganz neuer Vorstand

Alle zwei Jahre stehen Vorstandswahlen laut Satzung der Bürgerschaft an. Die Vorstandswahlen im Jahre 1998 fielen dadurch aus dem Rahmen, dass 8 Vorstandsmitglieder nach jahrelanger Arbeit nicht mehr zur Wiederwahl anstanden. Unter ihnen die Vorsitzende, Gräfin von Schmettow, die nach langjähriger Arbeit den Vorsitz in jüngere Hände legen wollte. So wurde ein fast neuer Vorstand gewählt mit Dietmar Wiezin als Vorsitzenden.

Gräfin von Schmettow hatte in den Jahren ihrer Amtszeit die Arbeit für die Bürgerschaft stark intensiviert und gab ihr neue Impulse. Der Kontakt und die Anerkennung zu Behörden, Verbänden, Vereinen und Institutionen bekamen eine ganz neue Qualität. Zu nennen sind Stadtverwaltung, Bezirksvertretung, Margarethe Krupp-Stiftung, Polizei, Stadtverband der Bürgervereine, Kirchengemeinden u.v.a.m. Überall war die Bürgerschaft zu einem angesehenen und kompetenten Gesprächspartner geworden.

Bei einem besonderen Anlass, zu ihrem 60. Geburtstag wurde Gräfin von Schmettow mit einer Laudatio von Heinz Hüneke und einer Urkunde geehrt, in der sie zur Ehrenvorsitzenden der Bürgerschaft ernannt wurde, mit dem Recht, an jeder Vorstandssitzung teilnehmen zu dürfen. Allerdings wirkte sie weiterhin im Arbeitskreis Allgemeine Belange der Margarethenhöhe mit und übernahm das Gratulationswesen.

 

-           und die Arbeit geht weiter mit vielen Aktivitäten

Der neue Vorstand fand ein intaktes Arbeitsfeld und Vereinsleben vor. Er erfüllte aber auch in der Folge alle in ihn gesetzte Erwartungen. Und von ihm gingen weitere neue Impulse aus. Ein regelmäßiger Stammtisch wurde ins Leben gerufen, der gut angenommen wurde.

Schon vor der offiziellen Wiedereröffnung des restaurierten ,,Hülsmannshofes", der früheren ,,Gaststätte Bauer Barkhoff“, feierte die Bürgerschaft auf dem Parkplatz einen grandiosen Dämmerschoppen.

Am 16. Mai 1998 wurde mit Unterstützung der Bürgerschaft die Jugendfeuerwehr Margarethenhöhe gegründet, in welcher Kinder und Jugendliche spielerisch an wichtige Aufgaben im Dienste an der Gemeinschaft heran geführt werden.

Geschichten über die Margarethenhöhe, das war das Thema für Kinder der Höhe in den großen Ferien 1999. Schöne Ergebnisse liegen vor und wurden bzw. werden als Heimatgeschichtliche Beiträge veröffentlicht.

 

Die neuere Entwicklung der Bürgerschaft wird auch deutlich in der Betrachtung der Mitgliederstatistik:

Im Jahre 1980 konnte man und musste man auf eine Mitgliederliste zurückgreifen, die
ca. 200 Namen enthielt. Etliche Mitglieder davon waren verstorben oder verzogen. Die weitere Entwicklung sieht in Kurzform so aus:

 

1985 - 347 Mitglieder

1990 - 415 Mitglieder

1995 - 485 Mitglieder

2000 - 629 Mitglieder

 

Eine engere Zusammenarbeit wurde mit dem Ruhrlandmuseum der Stadt Essen vereinbart und in die Tat umgesetzt. Die Bürgerschaft erhielt je einen Schlüssel für die sogenannte ,,Musterwohnung“ in der Stensstraße und zum Halbachhammer, um bei Bedarf Besichtigungen durchführen zu können. So konnte auch ein musikalischer Nachmittag im Halbachhammer durchgeführt werden. Außerdem fand im Dezember 1999 als letzte Veranstaltung des Jahres ein Weihnachtskonzert im Halbachhammer statt.

Der Martinszug 1999 brach alle bisherigen Rekorde, denn es wurden von der Polizei über 5000 Teilnehmer registriert.

Nach einem Aufruf der Bürgerschaft fanden sich in der Sylvesternacht über 150 Bürgerinnen und Bürger der Margarethenhöhe auf dem Kleinen Markt ein, um gemeinsam die Ankunft des neuen Jahrs 2000 zu begrüßen.

 

Die Vorstandsmitglieder der Bürgerschaft ab 1978

Das Jahr 2000 bedeutet, dass die Bürgerschaft 50 Jahre besteht. Ein Grund, einmal innezuhalten und den Blick rückwärts zu wenden.

Ohne die vielen aktiven Bürger der Margarethenhöhe, welche sich für die Arbeit im Vorstand bereit fanden, ist der Erfolg der Bürgerschaft undenkbar. Die Namen dieser Vorstandsmitglieder sind ab 1978 lückenlos nachzuweisen. Daher schließen wir den Bericht mit der Liste dieser Vorstandsmitglieder und mit einem ausdrücklichen Dank an sie alle.

 

Zusammengestellt und bearbeitet von Rixa Gräfin Schmettow, Heinrich Hüneke und Hugo Rieth

Museum am Brückenkopf


heimatgeschichtliches Zentrum

 


Am Brückenkopf 8
45149 Essen - Margarethenhöhe
Tel.: 0201 - 436 77 71

Öffnungszeiten:

Mittwoch, Freitag, Samstag
von 15.00 Uhr bis 17.30 Uhr

1. + 3. Sonntag im Monat
von 15.00 Uhr bis 17.30 Uhr
und nach Telefonischer Vereinbarung

In den Wintermonaten (November-Februar) ist das Museum nur nach Vereinbarung geöffnet.

Kontakt

Rixa von Schmettow  (0201) 71 24 55

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 

Anfahrt




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Idee und Konzept für ein Heimatgeschichtliches Zentrum
der "Bürgerschaft" Essen-Margarethenhöhe e.V.

 

Im Jahre 2006 feierte die Margarethe Krupp-Stiftung ihr 100-jähriges Bestehen, das durch die Stiftungsurkunde der Frau Margarethe Krupp vom 1. Dezember 1906 begründet wurde. Alle Bewohner der Margarethenhöhe, wie dieser Stadtteil zu Ehren der Stifterin genannt wurde, erlebten mit großer Begeisterung eine ausgefüllte Festwoche zu diesem Anlass. Diese Feierwoche war in den Sommer vorverlegt worden, weil so das Fest zu einem Open-Air-Event werden konnte an dem alle Margarethenhöher Anteil hatten.

"Die Bürgerschaft" Essen Margarethenhöhe e. V. hatte schon im Jahre 2001 bei den vorbereitenden Überlegungen für das Jubiläum die Idee entwickelt, ein Informationszentrum für Heimatgeschichte aufzubauen und zu betreiben. Dazu sollte das fehlende Haus am Eingang der Margarethenhöhe wiederaufgebaut und entsprechend nachstehend aufgeführter Planungsidee genutzt werden und gleichzeitig auch eine der letzten sichtbaren Wunden, die der Krieg der Siedlung zugefügt hatte,
geheilt werden. Die Gesamtansicht der Torhausgruppe der Margarethenhöhe in wäre dann in alter Schönheit wiederhergestellt.


 

Hier die bereits 2001 formulierten Planungsideen in einer kurzen Zusammenfassung.

Das im 2. Weltkrieg zerstörte Haus am Brückenkopf rechts vom Torhaus soll zur Abrundung des Gesamtensembles am Eingang zur Margarethenhöhe wieder aufgebaut werden.

Es soll Stätte der Erinnerung an die Stifterin und des Dankes für ihr soziales Engagement und auch für die hervorragende städtebauliche Leistung von Georg Metzendorf werden. Gleichzeitig soll es als Ausstellungsstätte und Informationsquelle für die heimatgeschichtliche Entwicklung der Margarethenhöhe dienen.

Hier sollen Teile der Sammlung des Heimatforschers Hugo Rieth, Erinnerungsstücke aus dem Besitz des Ruhrlandmuseums, aus den Archiven der Margarethe Krupp-Stiftung, der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung, der Familie Metzendorf und anderer für die Bewohner der Margarethenhöhe und auch für Besucher zugänglich und sichtbar gemacht werden.

Dieses Haus soll Ausgangspunkt für Führungen sein, die von der Stadt Essen in Verbindung mit dem Ruhrlandmuseum und von der "Bürgerschaft" Essen Margarethenhöhe e.V. regelmäßig angeboten und gern von Gästen und Besuchern angenommen werden.

Dort soll es für Besucher die Möglichkeit geben, Informationsmaterial zu erhalten und die Druck-, Audio- und Videomedien zu erwerben, die sich auf Geschichte, Umfeld und Menschen der Margarethenhöhe beziehen.

"Die Bürgerschaft" Essen - Margarethenhöhe e.V. will dieses "Heimatgeschichtliche Zentrum" in Eigenverantwortung betreiben und in einem kleinen Bereich dort eine Geschäftsstelle einrichten. Sie betreut und unterhält die Ausstellungsräume und im Keller ein Lager als Depot für zeitweilig nicht präsentiertes Ausstellungsgut und einen Arbeitsbereich für Pflege und Vorbereitung von Präsentationen.

Sie übernimmt die Verantwortung für die Pflege und Sauberhaltung der Räume und für die Sicherstellung einer angemessenen zeitlichen Zugänglichkeit der Einrichtung. Sie benennt ein für die Verwaltung des Hauses verantwortliches Mitarbeiterteam.

Neben festen Öffnungszeiten von einigen Stunden an bestimmten Wochentagen soll das Heimatgeschichtliche Zentrum auf Anfrage besonderen Interessentengruppen auch zusätzlich offen stehen. Die notwendige Beaufsichtigung und Erläuterungen zur Ausstellung erfolgen durch ehrenamtliche Betreuer, vornehmlich aus dem Mitarbeiterkreis der "Bürgerschaft" Essen - Margarethenhöhe e.V.

Essener Schulen soll die Einrichtung für heimatgeschichtlichen und naturkundlichen Sachunterricht ebenso zur Verfügung gestellt werden wie Gruppen aus Fachschulen und Bildungseinrichtungen. Eine entsprechende Medienausrüstung soll dafür vorgesehen werden.

 

In Weiterentwicklung dieser frühen Ideen wird auch dankbar die von außen an "Die Bürgerschaft" herangetragene Anregung aufgenommen, das Haus als Forum für kleinere, zeitlich begrenzte künstlerische Aktivitäten zu nutzen. Dabei ist an Kunstausstellungen Margarethenhöher Künstler, an Kammermusikaufführungen und an Literaturlesungen gedacht, deren gleichzeitige Besucherzahl wegen der eingeschränkten Raumgrößen allerdings nicht allzu groß sein kann.

Diese ursprünglichen Ideen sind über Jahre verfolgt und beworben worden. Die hohen für die Realisierung des Vorhabens erforderlichen Finanzmittel verhinderten jedoch trotz des zweifellos vorhandenen großen Engagements vieler Mitglieder des Vereins und vieler Mitbürger im Stadtteil eine schnelle Umsetzung des Vorhabens.

Erst durch eine großzügige Finanzierungszusage der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung konnte jetzt der Wiederaufbau des Hauses gesichert und die Margarethe Krupp-Stiftung in die Lage versetzt werden, dieses Haus wieder aufzubauen und der "Bürgerschaft" für den vorgesehenen Zweck mietfrei zu überlassen.

Auf "Die Bürgerschaft" kommen dennoch erhebliche laufende Kosten für die Unterhaltung zu. Diese Kosten wird sie durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und andere zweckgebundene Zuwendungen aufzufangen versuchen.

Schwieriger wird es jedoch sein, die Mittel zu beschaffen, die für die Erstausstattung, für die Möblierung und für die technische Ausstattung der Ausstellungsräume und des kleinen Verwaltungsbüros notwendig sind. Hier hofft "Die Bürgerschaft" auf großzügige Zuwendungen von Sponsoren, die auf diese Weise die Idee dieser Heimatgeschichtlichen Initiative unterstützen und das ehrenamtliche Engagement der Helfer und Initiatoren anerkennen können.

"Die Bürgerschaft" Essen Margarethenhöhe e.V. glaubt mit diesem "Brückenkopfhaus Margarethenhöhe" Heimatgeschichtliches Zentrum auch einen Beitrag zur Kulturhauptstadt Europas 2010 zu leisten.

 

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